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Pu Erh Tee Besonderheiten – erlesen, einfach

Pu Erh Tee Besonderheiten

“Und was ist nun das Besondere an Pu Erh?”

Puh, wo soll ich da anfangen? Pu Erh ist einer der komplexesten Tees auf dieser Erde und das aus mehreren Gründen. Also am Besten der Reihe nach und das Wichtigste zuerst: Wasser zum Kochen bringen.
Denn was nützt die graue Theorie, wenn der Mensch doch eigentlich für die praktische Welt geschaffen ist. Lass uns die Pu Erh Tee Besonderheiten am Objekt selbst erkunden.

Pu Erh Tee Besonderheiten – erlesen, einfach

Nun denn, bevor die Geschichte beginnt und wir uns seine Besonderheiten erschließen, bereiten wir uns Pu Erh Tee in großzügiger Menge zu. Damit können wir dann auch unsere Sinne als Zeugen mit einbeziehen. So wird das Erzählte ganz sinnlich erfahr- und nachvollziehbar.

Tee im Überblick

Seine besondere Herkunft

Dann fangen wir mal mit seinem Ursprung an. Wo kommt’ er denn her, der Pu Erh?
Aus Yunnan. Das ist eine, von 33 Chinesischen Provinzen, die sich an die nördlichen Grenzen von Myanmar, Laos und Vietnam schmiegt. In ihren südlichsten Ausläufern, befindet sich die Ortschaft Pu’er, die das Zentrum der Pu Erh Tee Produktion darstellt. Ein malerischer Landstrich, mit seinen grünen, dicht bewucherten Bergen, tiefen Schluchten und seiner hohen Dichte an ethnischen Volksgruppen.
Hier ist die Wiege des Tees. Ganz gleich aus welchem Zipfel der Erde heute Tee herangekarrt wird, der Ursprung ist in Yunnan zu finden. Dort wo Pu Erh seit Jahrhunderten angebaut wird. Inmitten dieser wilden Landschaft lässt sich auch ganz gut erahnen, woher Pu Erh seine charakterlichen Eigenschaften mitbekommen hat.

Die Kunst der Fermentation

Wie wir wissen ist Herkunft noch nicht alles. Seine komplexen Eigenschaften rühren nicht nur von einer wilden Heimat her. Es ist auch seine Verarbeitung, die ihm die geschätzten Qualitäten verleiht. Shou Pu Erh, wie der gereifte Tee im Chinesischen genannt wird, durchläuft einen ganz besonderen Verarbeitungsschritt, den kein anderer Tee durchläuft. Er wird fermentiert. “Aber mir hat mein Teehändler erzählt das mein Assam fermentiert sei.” Das hat er bestimmt erzählt, nur ist Assam, wie alle anderen Schwarztees auch, nicht fermentiert sondern oxidiert.

Pu Erh Tee Besonderheiten
Der komplexeste Tee dieses Planeten. die Liste seiner Eigenschaften ist noch nicht allumfassend. Doch eines wird schon klar, es ist ein Wunder aus der Kanne.

Die Fermentation erstreckt sich, abhängig von den äußeren Bedingungen, zwischen 3 und 5 Wochen. Es ist eine sehr kritische Phase des Tees, da nun seine Eigenschaften dauerhaft geprägt werden.

Lagerung, Reifung und Transport von Pu Erh

Nach Abschluss der Fermentation wird der Pu Erh, in eine seiner vielen Formen gebracht. Die wohl traditionelle und bekannteste ist die, wie Du sie auch von unserem Shop her kennst. Der Bingsha. Diese Form entstand nicht zufällig. Ihr praktischer Nutzen entfaltete sich in der kompakten Lagerung und Transport. Schon vor hunderten Jahren wurde dabei ganz zufällig entdeckt, dass Pu Erh in dieser Form weiter reift und sich seine Eigenschaften somit verfeinern. Während es also mit allen anderen Tees nach ihrer Produktion Qualitativ bergab geht, blickt Pu Erh einer rosigen Zukunft entgegen.

Teeboutique
Neben den großen Teeläden mit ihren Discounterangeboten, gibt es glücklicherweise auch kleine Boutiquen. Der ästhetische Geschmack ist erlesen, so auch der Pu Erh.

Pu Erh Tee Geschmack

Wie entsteht denn der Pu Erh Geschmack und warum weicht er so stark von denen anderer Tees ab?
Durch seiner Fermentation verliert der rohe Pu Erh seine Ruppigkeit und bildet stattdessen seinen vollmundigen, aromatischen Geschmack aus. Vor kurzem saß ich einer Frau gegenüber, die nach vielen Erzählungen den ersten Schluck Pu Erh ihres Lebens zu sich nahm (faszinierend 🙂 )

“Wow, der ist ja weich, beinah samtig und dennoch kräftig vollmundig.”

Das ist das Resultat von Fermentation und Lagerung. Üblicherweise wird der Geschmack als erdig beschrieben. Es gibt jedoch noch ein ganzes Füllhorn verschiedener Geschmacksfacetten. Nur fischig sollte er nicht sein. Es ist ein Hinweise darauf, dass bei der Fermentation nicht achtsam gearbeitet wurde.
Drum wähle Deine Quelle mit Bedacht.

Sieht gut aus
Sieht gut aus, was steckt da drin?

Die einfache Zubereitung des Komplexen

Jetzt ließe sich vermuten, dass ein solch komplexer Tee einer besonders aufwendigen Zubereitung bedarf. Doch dem ist glücklicherweise nicht so. Pu Erh ist zwar ein sehr vielseitiger aber zugleich auch genügsamer Zeitgenosse. Deshalb lassen sich Gerätschaften für seine Zubereitung in jedem Haushalt finden. Genauso gut kann er aber auch für elaborierte Teezeremonien verwendet werden.

Welche Möglichkeiten der Zubereitung Dir zur Verfügung stehen, siehst Du hier –>

Und dann ist da noch seine Wirkung ...

Chinesen trinken Pu Erh aus eher gesundheitlichen Gründen und schätzen ihn für seine positiven Auswirkungen auf Cholesterinspiegel und Leber. Es sind die gleichen Eigenschaften, die sich Menschen in der westlichen Welt zum Abnehmen und zur Fettverbrennung erfolgreich zu eigen machen. Das passt auch sehr gut zu seiner stimulierenden Wirkung, die sich sportlicher und auch geistiger Höchstleistung ausdrückt. So hat sich Pu Erh als beliebter Kaffeeersatz etabliert. Er ist ähnlich stimulierend, dabei aber sanfter zum Körper. Anders als Kaffee, macht er nicht hibbelig.

Hat die Sache einen Haken?
Was ist der Preis für dieses Wundergetränk?

Auch hier, wie könnte es auch anders sein, erstreckt sich ein ganz weites Feld. Pu Erh Tee ist ein geschützter Begriff und seine Herkunft definiert. Zusätzlich bestimmen Nachfrage, Jahrgang und das genau Anbaugebiet seinen Preis. Ausgehend von einem Bingsha (das sind 357 g Tee), lassen sich dafür Preise zwischen einem Döner und einem neuen Kleinwagen erzielen. Bei solchen Preisen wird auch gern Unfug getrieben. Triff deshalb Deine Auswahl mit Sorgfalt – das machen wir auch.

Pu Erh Tee in Massen
Der berühmte Teemarkt in Kanton ist voll mit Pu Erh Tee aller Preisklassen. Doch das Entscheidende ist seine Qualität und darum kümmern wir uns.

Um Dir den typischen Pu Erh Geschmack und vor allem seine Wirkung liefern zu können, haben wir Tees im dreistelligen Bereich verkostet. Was sich in diesen Tastings behaupten konnte, musste anschließend durch die Prüfung im Labor. Erst am Ende dieses langen Prozesses, verkaufen wir Pu Erh mit gutem Gewissen. Schließlich sind wir Lebensmittelhändler 🙂

Pu Erh Tee, der Kriegertee

Ein neuer Pu Erh Tee ist da

Der Tee der Krieger

Diese Art des Pu Erh Tee nutzten Krieger in der Ming Dynastie, um sich für den Kampf zu wappnen. Der Tee schärfte ihre Sinne und stärkte ihre Ausdauer, was sie zu den überlegeneren Kämpfern machte. Auch wenn Kampf in Deinem Alltag keine Rolle spielen sollte, kannst Du dieses Potenzial immer noch für Deine Zwecke nutzbringend einsetzen.

Du wirst überrascht sein, in wie vielen Situation in Deinem Leben, Dir diese Eigenschaften nützen werden.

49 Euro

für
357 Gramm

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© 2018-2021 EinfachTee.de Math Mönnich

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Teesorten und wie sie produziert werden

Teeblätter der Teepflanze

Tee ist eine komplexe und spannenden Angelegenheit. Denn wenn auch alle Tees von einer Pflanze kommen, gibt es deutliche Unterschiede. Um zu verstehen was sich hinter diesem beliebten Getränk verbirgt, habe ich Dir hier eine kleine Übersicht erstellt. Es lohnt sich.

Teesorten und wie sie produziert werden

Bevor wir uns den Besonderheiten der einzelnen Teesorten widmen, schauen wir uns an was Tee eigentlich ist. Denn alle Teesorten haben eines gemeinsam: die Teepflanze camellia sinensis.

Tee im Überblick

Was ist Tee?

Wenn wir vom echten Tee reden, ist es egal welche Teesorten Du gerne trinkst. Alle Tees werden aus den Blättern und Triebspitzen einer Teepflanze hergestellt: camellia sinensis. Und auch wenn auf den Verpackungen verschiedener Teebeutelhersteller Kamille, Hagebutte und Co. als Tees deklariert werden, gehören sie per Definition nicht dazu. Es sind genauer gesagt Heißwasserauszüge oder auch Infusionen. Das ist wichtig wenn Du verstehen willst was Tee eigentlich ist und was ihn ausmacht.

Die Entstehung der Teesorten

Das Ausgangsmaterial für alle Tees, sind die Blätter der Teepflanze (außer bei Weißem Tee, da werden ausschließlich die Knospen verarbeitet). Aber wenn alle Tees von einer Pflanze kommen, wie entstehen dann die verschiedenen Teesorten? Das liegt in der Teeproduktion begründet. Nachdem die Teeblätter gepflückt worden sind, werden sie weiter prozessiert. Dazu gehören anwelken, oxidieren, dämpfen, rösten, rollen, trocknen und bei Pu Erh Tee die Fermentation. Dabei entscheiden die Dauer und Intensitäten (Temperaturen) über die zu entstehende Teesorte.

Getrocknete Teeblätter
Die Grundlage aller Teesorten, getrocknete Teeblätter. Hier zwei Tage nach der Ernte.

Ganz ähnlich der Weinherstellung, entscheidet der Produzent über einzelne Parameter und verleiht damit dem Tee seine Charakteristik.
Je länger die Teeblätter oxidieren, desto mehr entsteht am Ende ein Schwarztee. Grüntee beispielsweise wird mitunter gar nicht oder nur über wenige Stunden oxidiert. Die folgenden Beschreibungen helfen Dir den Prozess besser zu verstehen.

Verarbeitung der Teeblätter

Nachdem die Teeblätter gepflückt worden sind, werden sie im Schatten auf Matten ausgebreitet, um zu welken. Welken bedeutet ein Feuchtigkeitsverlust aus den unbeschädigten Pflanzenzellen. Dies geschieht durch Diffusion. Beim Ausbreiten der Teeblätter wird über die Dicke der Lage die Diffusionsrate bestimmt. Je Dicker die Lage, desto langsamer die Diffusion. Du kennst diesen Vorgang. Wenn Du im Sommer auf dem Feld eine Blume pflückst und ihr kein Wasser gibst, dann wird sie schlaff. Das ist welken.

Die erste Oxidation

In dieser Phase findet auch schon die erste, leichte Oxidation statt. Zusätzlich wird durch die beim Welken abgegebene Feuchtigkeit, für Enzyme ein geeignetes Milieu geschaffen und sie werden aktiv. Durch diese enzymatische Oxidation werden die im Tee enthaltenen Phenole und Polyphenole in Theaflavin, den Stoff, der für Schwarztee entscheidend ist, umgewandelt. Da wir aber einen Grüntee haben wollen, werden diese Prozesse unterbrochen. Dazu werden die angewelkten Blätter in große, heiße, wokartige Pfannen gegeben. In diesen werden die Blätter unter ständiger Bewegung durch das heiße Metall erhitzt. Auch wenn bei diesem Prozess vom Kochen die Rede ist, wird eine zu starke Erhitzung vermieden, denn es soll lediglich eine Inaktivierung der Enzyme erfolgen. Im Anschluss werden die Blätter in dünnen Lagen zum zügigen Auskühlen ausgebreitet.

Die Blätter werden gerollt

Nun werden die vorbereiteten Teeblätter gerollt. In diesem Prozess werden die Zellwände aufgebrochen und der verbliebene Pflanzensaft tritt nach außen. Jetzt befindet sich der Tee in einer hoch sensiblen Phase. Die nun vorhandene Feuchtigkeit lädt erneut zu einer Oxidation und Aktivität von Mikroorganismen ein. Deshalb werden die Teeblätter mit warmer Luft umgehend auf 4 -5 % Restfeuchte herunter getrocknet und somit stabilisiert.

Die Einteilung der Teesorten

Grüntee

An dieser Stelle ist der Grüntee, mit den vorherigen Produktionsschritten, fertig. Durch die aufgebrochenen Zellwände und dem getrockneten Pflanzensaft auf der Oberfläche, gibt der Tee sehr leicht seine Inhaltsstoffe und Geschmack frei. Deshalb wird Grüntee auch tendenziell mit kühlerem Wasser (65- 85 C°) bei kurzen Ziehzeiten gebrüht. Bekannte Vertreter seiner Art sind: Sencha, Bancha, Longjing. Matcha ist in einer Steinmühle feingemahlener Grüntee. Meistens wird dafür ein Sencha verwendet.

Weißer Tee

Im Gegensatz zu allen anderen Tees wo die Blätter der Teepflanze verwendet werden, wird für den Weißen Tee lediglich die Knospe verarbeitet. Dazu werden die Triebknospen sorgfältig von Hand gepflückt und zum Welken ausgebreitet. Anschließend werden die gewelkten Knospen und schonend getrocknet, meist in mehreren Durchläufen. Nach einer finalen Sortierung, wird der Tee verpackt.

Triebknospe der Teepflanze
Die sliberne dünne Spitze ist die Triebknospe der Teepflanzen. Sie wird für hochwertige Weiße Tees verwendet.

Oolong

Oolong ist der Mittelweg zwischen Grün- und Schwarztee und wird in China auch gern als „blauer Tee“ bezeichnet. Nach dem Welken werden die Teeblätter leicht gepresst, sodass ein kleiner Teil der Zellen ihren Saft freigibt. Der freigesetzte Saft befeuchtet die Oberfläche der Teeblätter, wo er mit Sauerstoff reagiert und langsam wieder trocknet. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis sich rötliche Verfärbungen am Blatt zeigen. Der Tee ist jetzt teilweise oxidiert und zeigt die ersten Zeichen eines Schwarztees. Auch beim Oolong, genau wie beim Grüntee, wird der Oxidationsprozess in der heißen Pfanne zum Erliegen gebracht. Anschließend wird der Tee in seine typische Form gerollt, wobei erneut eine kleine Menge Pflanzensaft freigesetzt wird. Deshalb wird der in Form gebrachte Oolong gebacken. Dadurch behält der Tee seine gerollte Form und er wird zusätzlich so weit getrocknet, dass er lagerfähig ist. In China und Taiwan sind die Premiumproduktionsgebiete für Oolong, wobei Taiwan die Nase vorn hat.

Schwarzer Tee

Bei der Produktion von Schwarztee, erlaubt der Produzent die gezielte Oxidation der Teeblätter nach dem Welken. Je nach Stilistik kann dieser Prozess vor und/oder nach dem Rollen geschehen. Das sind Entscheidungen des Produzenten, die häufig auch ein Anbaugebiet charakterisieren. Deshalb gibt es auch so viele verschiedene Schwarztees. Teeblätter enthalten Catechine, die zu der Gruppe der Phenole gehören. Durch die enzymatische Oxidation werden sie in Theaflavin umgewandelt. Theaflavin wiederum, verleiht dem Schwarztee seine rote Farbe (ja, rot) und den typischen Geschmack. Je weiter der Produzent die Oxidation voranschreiten lässt, je mehr Catechine werden umgewandelt, was Schwarztee im Vergleich zu Grüntee milder und sanfter wirken lassen kann.
Im Anschluss der Oxidation wird auch Schwarztee getrocknet. So entstehen Darjeeling, Ceylon, Assam und Co.

Pu Erh Tee

Die Produktion von Pu Erh Tee ist eines der elaboriertesten Verfahren in der Welt des Tee. Er ist der einzige Tee der tatsächlich fermentiert wird, auch wenn dieser Prozess aus Unwissen ebenfalls dem Schwarztee zugeschrieben wird. Als Basis wird ein Grüntee verwendet, der ähnlich wie in dem Punkt Grüntee beschrieben produziert wird. Für die traditionelle Pu Erh Tee Fermentation braucht es mindestens 1 Tonne des Grüntees. Heutzutage lassen sich zwar auch kleinere Chargen mit technischen Hilfsmitteln produzieren, doch wir fokussieren uns hier auf das ursprüngliche Handwerk.

Der gesamte Grüntee wird in einer Halle aufgehäuft, mit Wasser befeuchtet und mit atmungsaktiven, dicken, Stoffbahnen abgedeckt. Die Kombination aus Luft und Wasser regt die mikrobielle Aktivität an und es entsteht Wärme, ähnlich wie in einem Komposthaufen. Dadurch entwickelt sich die Population der Mikroorganismen exponentiell und die Temperatur im Teehaufen muss kontrolliert werden. Alle paar Tage wird der Haufen gewendet, damit alle Teepflanzenteile gleichmäßig von den Mikroorganismen bearbeitet werden.

Durch diesen Prozess dunkelt der Tee und die Pu Erh typischen komplexen Geschmacks- und Aromenverbindungen werden geschaffen. Nach mehreren Wochen ist der Prozess größtenteils abgeschlossen und der Tee wird in langen Bahnen zum trocknen ausgebreitet. Auch diese Bahnen werden mehrmals gewendet, um eine gleichmäßige Trocknung zu gewährleisten. Anschließend wird der Tee gesiebt und in seine berühmte Form, den Bingsha gepresst. In dieser Form wird er gelagert und reift weiter nach. Bei der Nachreifung integrieren sich die einzelnen Geschmackskomponenten und ergeben den vollmundigen Geschmack. Genau wie beim Wein auch, ist das Alter kein Qualitätsgarant, sondern eine geschmackliche Präferenz.

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Den richtigen Pu Erh Tee finden

Tee Tasting
Brot ist nicht gleich Brot, das weißt Du. So verhält es sich auch mit Pu Erh. Das Pu Erh Tee Angebot ist riesig, es fällt uns nur nicht auf, weil in Europa Pu Erh weitestgehend unbekannt ist und andere Tees den Markt dominieren. Auf dem sich über mehrere Quadratkilometer erstreckende Teemarkt in der Chinesischen Hafenstadt Guangzhou, bestimmt Pu Erh Tee zu 90 Prozent das Geschäft. Die restlichen Tees sind Nebensache. Wie ich aus diesem gigantischen Angebot den Pu Erh Tee auswähle, den Du bei Dir Zuhause in der Kanne hast, das erkläre ich Dir jetzt.
Tee Tasting

Bei der Suche nach dem richtigen Tee auf den Teemärkten, sind Erfahrung und Wissen unverzichtbare Begleiter. Zu groß und unübersichtlich ist das Angebot und damit auch die Gefahr, minderwertige Ware zu kaufen. Denn Tee gilt in Deutschland als Lebensmittel und muss dementsprechend frei von Risiken genießbar sein. Hinzu kommt, das Pu Erh eine ganze Bandbreite an verschiedenen und eindeutig differenzierteren Geschmäckern aufweisen kann. Das macht ein Teil seiner Faszination aus. Säuerlich oder nach Waldbeeren schmeckend ist für die Abwechslung zwar Ok aber wer möchte schon das Aroma von Pferdestall auf der Zunge haben?

Das Geschmacks- und Aromenprofil nach dem ich Ausschau halte ist klar definiert: kräftig, erdig, vollmundig.

Der Geruch gibt mir schon den ersten Hinweis darauf, ob ich mich auf der richtigen Spur befinde. Befriedigt ein Tee den Kritiker in meiner Nase, wird er getrunken. Was ist ein sogenanntes Tee Tasting , das Verkosten der ausgewählten Tees. Das Tasting ist mir zwar immer eine sehr große Freude, doch ist dabei auch Vorsicht geboten. Wie bei einer Weinprobe, kann die Wirkung schnell die Überhand gewinnen, was für den weiteren Verlauf etwas hinderlich sein kann. Ja, man kann sich auch mit Pu Erh berauschen, doch diese Geschichte erzähle ich ein anderes Mal. Zurück zum Tasting. Direkt vor meinen Augen werden die Tees zubereitet. Dazu haben sich die Händler ganz spezielle Arbeitstische hergerichtet, die das Planschen mit und Wegschütten von Flüssigkeiten gestatten. Zusätzlich sind diese Tische, die auch alle Apparaturen und benötigten Utensilien für das Tasting beherbergen, meist auch sehr ästhetisch.

Fotogallerie

Gleite mit dem Zeiger über die Bilder und sie werden mehr über sich preisgeben.

Mittlerweile verkoste ich mehrere Tees gleichzeitig, das spart mir Zeit und ich kann mehr entdecken. Dazu wird für jeden Tee ein eigenes Set an Utensilien verwendet, die Händler sind da vorbereitetet. Nachdem die Tees in die Schalen gegossen sind, betrachte ich mir ihre Farbe, die mir Hinweise auf die Stärke des Tees und seine Bereitschaft seine Inhaltsstoffe abzugeben (in Fachkreisen Bleeding genannt), gibt. Ich rieche erneut, ob der gebrühte Tee auch weiterhin seinen angenehmen Duft bewahrt.

Nun endlich probiere ich einen mittelgroßen Schluck, den ich schlürfend über meine Zunge verteile, während ich aufmerksam das Aromenspiel in meinem Mund beachte. Auch hier liegt die Analogie zum Wein nahe. Ich achte auf den ersten Eindruck, Körper, Kopfnoten und den Abgang. Hey, wenn mir schon tausende Tees einer Sorte zu Verfügung stehen, dann darf ich ruhig den Kritiker mimen. Schließlich soll er Dir Zuhause ja auch schmecken. Denn den richtigen Pu Erh Tee finden ist eine Aufgabe, um die Du Dich jetzt nicht mehr zu sorgen brauchst. 

Kleiner Tipp: für einen noch vollmundigeren Geschmack: Wenn Du Dir das nächste Mal Pu Erh Tee zubereitest, gebe auf einen halben Liter Tee ein gute Prise salz hinzu.

Pu Erh Tee
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Was ist Pu Erh Tee

loser Pu Erh Tee
Ein Teil der Frage ist bereits beantwortet. Es handelt sich bei Pu Erh um Tee, also um Blätter der Teepflanze camellia sinensis. Alle anderen Heißgetränke, die nicht von dieser Pflanzen stammen, sind keine Tees. Auch wenn wir dazu neigen Kamille, Pfefferminze und Co. in diese Schublade zu stecken, gehören sie nicht zu den Tees. Aber was ist jetzt Pu Erh Tee und wodurch unterscheidet er sich von anderen Tees?
loser Pu Erh Tee

Bleiben wir nun zuerst einmal in der Welt dieser Teepflanze, camellia sinensis, die nebst Oolong, Sencha, Darjeeling und all die anderen Kollegen, den begehrten Pu Erh hervorgebracht hat. Wenn wir uns ihren taxonomischen Namen genauer anschauen, fällt uns gleich die Herkunft dieser Pflanze auf denn: sinensis = chinesisch.

Biologen gehen davon aus, dass die Ursprungsgenetik aller weltweit kultivierten Teepflanzen aus China kommt. Genauer gesagt aus der wunderschönen Chinesischen Provinz Yunnan. Und genau dort ist auch unser Pu Erh beheimatet, seit hunderten von Jahren.

Pu´ Er, genau wie Xishuangbanna sind Städte in Yunnan, die Hauptanbau- und Verarbeitungsgebiete markieren und dem Tee ihren Namen verleihen (ebenso verhält es sich mit Darjeeling, Assem, Ceylon ….). Da wir nun den Ursprung des Pu Erh kennen, bleibt noch zu klären, um was für eine Art Tee es sich hierbei eigentlich handelt. Denn seine Verarbeitung und Reifung machen den entscheidenden Unterschied.

China

Ursprung des Tees

Wie auch bei allen anderen Teesorten, bestimmt die Art und Weise der Verarbeitung der Teeblätter, das finale Produkt (üblicherweise rot, grün, schwarz, weiß, blau …). Während der Ernte steht schon fest, was mit den Blätter geschehen soll. Sollen sie anwelken, bevor sie geröstet werden oder einfach nur oxidieren? Wird der Oxidationprozess bei angewelkten oder frischen Blättern angewandt? Wird er unterbrochen oder bis zum Ende durchgeführet? Das sind Entscheidungen die es zu treffen gilt, die am Ende den Geschmack unseres Schluck Tees im Mund bestimmen.

In den bekannten Teeregionen haben sich deshalb Verarbeitungsstandards etabliert und machen die dort produzierten Tees wiedererkennbar. Aus diesem Grunde sind beispielsweise die meisten Assam Tees vollständig oxidiert.

Zurück zum Pu Erh. Es gibt zwei mögliche Resultate bei der Produktion von Pu Erh. Roher Pu Erh (sheng) oder „gekochter/gereifter“ Pu Erh (shou). An dieser Stelle fokussieren wir uns auf den „gekochten/gereiften“ Pu Erh.

Zu seiner Herstellung werden die Blätter der Teepflanze gepflückt und angewelkt. Mit diesem Verarbeitungsschritt wird die in den Pflanzenteilen vorhandene Feuchtigkeit reduziert. Neben dem Verlust von Feuchtigkeit, wird somit zusätzlich die Konzentration der Inhaltsstoffe erhöht. Direkt an das Welken anschließend, findet ein kurze Oxidation statt. Durch die Reaktion mit Sauerstoff, werden ezymatische und geschmacksbestimmende Prozesse in Gang gesetzt. Wenn die gewünschte Dauer reicht ist, wird die Oxidation mittels dämpfen abgebrochen. Daran anknüpfend wird der Tee so weit getrocknet, das er lagerfähig wird. Bis hierher hat Pu Erh Tee vieles gemeinsam mit anderen Tees. Doch jetzt schlägt er einen ganz eigenen Weg ein.

Der wie im obigen Prozess entstandene Rohtee wird nun leicht befeuchtet und einer Fermentation unterzogen. Das ist ein Besonderheit bei Tees. Bei der Fermentation werden sich mikrobiologische Umwandlungsprozesse zunutze gemacht. Sie sind maßgeblich für den komplexen Geschmack, seine Verträglichkeit und Wirkung von Pu Erh Tee verantwortlich. In diesem Vorgang wird er in seine typische Bingsha Form gepresst. So in Form gebracht setzt er seinen Fermentationsprozess noch für Jahre fort. Das macht ihn so besonders.

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